Ausbildung

Erschwerte Begleithundeprüfung 2023

Wo ist nur wieder die Zeit geblieben? Mal wieder schneller als erwartet, war der diesjährige BHPS-Kurs vorbei und so fand am Sonntag, den 27.08.23 die jährliche BHPS-Prüfung statt.

 

13 Teckel-Mensch-Gespanne hatten seit Ende Mai fleißig jeden Montagabend auf die Prüfung hingearbeitet und 11 Gespanne traten am Prüfungstag an, um unter den strengen Augen von Richter Claus Petzel die einzelnen Prüfungsteile ab zu legen.

Öffnete der Himmel früh am Morgen noch seine Regenschleusen, so hatte Petrus doch ein Einsehen mit den Prüflingen und es blieb während der Prüfung zum Glück trocken.

 

Um 8 Uhr starteten Leni, Clara, Dörthe und Finn zum „Suchen auf der Fremdspur“ im Wesselinger Entenfang: Rauhaardame Leni – ganz der Schweiß-Profi – absolvierte ihre Fährte gekonnt routiniert und führte Herrchen sowohl sicher zu den drei Holzscheiben als auch zur Versteckperson. Richter Claus Petzel war beeindruckt von dieser Leistung und konnte die höchste Punktzahl vergeben.

Als nächste ging Clara – ebenfalls eine Rauhaardame, jedoch ein Zwerg an den Start. Wie schon an den Übungssonntagen brauchte Clara bis kurz nach dem ersten Winkel, um sich auf der Spur zurecht zu finden, doch dann führte auch sie Frauchen sicher zum Ende der Fährte.

Die Dritte am Start – Kurzhaarzwergdame Dörthe – machte während der Übungssonntage die größte Wandlung durch. War sie am ersten Übungstag noch ein schüchternes Dackelmädchen, das sich nicht traute auf der Fährte vor ihrem Frauchen her zu laufen, so gewann sie doch mit jeder Fährte mehr Selbstvertrauen. Dies bekam auch während einer Übungsfährte eine Ente zu spüren, die sich zu nah an Dörthes Plastiktüte heranwagte in der Holzscheiben und Belohnungskäse aufbewahrt wurden. Die Ente vermutete sicherlich Brotreste in dieser Tüte, Dörthe machte jedoch klar, dass sie nicht daran dachte, ihren Käse zu teilen. Vielleicht nahm sie aber auch nur den Namen des Übungsgeländes zu wörtlich, das schließlich „Entenfang“ heißt... ;o) Mit dem neu gewonnenen Selbstbewusstsein entschied Dörthe am Prüfungstag jedoch auch, dass sie heute keine Lust auf Suchen hat. Frauchen nahm dies gelassen hin.

Finn als einziger (Rauhaar-) Rüde des Vierergespanns bekam die anspruchsvollste Fährt – vorbei an „Lebendfutter“ in Form von Enten und Gänsen. Da auch er bereits im letzten Jahr seine 20h-Schweißfährte mit Bravour bestanden hat, war das Suchen auf der Fremdspur wenig herausfordernd für ihn. So legte er den ein oder anderen Zwischenstopp ein, um Mülleimer zu markieren. Der Richter erkannte durchaus Finns Potential, musste ihm für die „Sicherheit“ aber leider einen Punkt abziehen. Vielleicht drückte aber auch nur vor lauter Aufregung am Prüfungstag die Blase?

Damit waren alle beim „Suchen auf der Fremdspur“ durch und drei Gespanne konnten diesen Prüfungsteil bestehen.

 

Nun wurde es für Franz, Josef und Wilma ernst. Zum ersten Mal wagten sich gleich drei Teckel der Gruppe Brühl an das Prüfungsfach „Apportieren“.

Die Kurzhaarstandardrüden Franz und Josef meisterten die Fährte in Rekordzeit. Während Josef sein Apportel direkt zu Frauchen zurück brachte, machte sein „Bruder“ Franz noch einen kurzen Abstecher zur Versteckperson, um sich zu vergewissern, dass heute Apportieren und nicht Führersuche gemeint war. Zu erwähnen wäre hier noch die „spezielle“ Rückruf-Methode in Form eines laut quietschenden Balls begleitete von einem hohen „Hiiiiiiiiiiiiiier“, mit dnen Frauchen, Dominique, ihre Jungs animierte samt Apportel zu ihr zurückzukehren. Claus Petzel kommentierte diese durchaus effektive Methode mit einem trockenen „auf diesem Ohr habe ich eh einen Hörsturz“.

Für Kurzhaarzwergdame Wilma wurde das Lieblings-Quietscheentchen als Apportel versteckt und auch sie zeigte, dass es nicht auf die Größe ankommt, um als Teckel sowohl gekonnt eine fremde Spur zu verfolgen, als auch das Apportel zu Frauchen zurückzubringen. Man muss nur das Apportel der Größe des Hundes anpasse… ;o)

Da Franz und Josef bereits im vorletzten Jahr die BHPS 1 & 2 bestanden hatten, war für die Beiden erst einmal Feierabend angesagt.

 

Die anderen fünf mussten auf der Hundewiese noch zusammen mit den Rauhaardamen Coco und Dany sowie den Kurzhaarrüden Digger und Bernd die BHPS 1 – den Gehorsamsteil – absolvieren. Tja, was soll ich sagen? Gehorsam und Dackel passen nicht immer zusammen. Das Verhalten in der Menschenmenge lief bei dem ein oder anderen eher etwas schleppen, doch mit der Übung „Gehorsam unter Ablenkung“ konnten eigentlich alle Teckel Richter Claus Petzel wieder überzeugen.

 

Auch dieses Jahr zeigte sich wieder, dass die Teckel die Übungen schnell verinnerlicht hatten und gerade das berüchtigte „Hund 1 – Hund 2“ bei den meisten Hundeführern ein Buch mit sieben Siegeln blieb.

Nach Franz & Josef haben somit auch die anderen neun „Abiturienten“ erfolgreich ihr "Dackel-Abitur" absolviert und können nächstes Jahr ihren Bachelor auf der Brühler "Dackeluniversität" anstreben.

 

Melanie Hüttenmeister

August 2023

Begleithundeprüfung 2023

Nach vier Monaten fleißigen Lernens und Übens war es am 26. August 2023 endlich soweit: Der Tag der Begleithundeprüfung stand für die dackeligen „i-Dötzchen“ Willy, Quila, Ciki, Frida, Ignatz, Emil, Bubi, Simon, Wastl, Fiete, Hummel und Fine an. 

 

Um 8:00 Uhr trafen sich die ersten Prüflinge, um den zweiten Teil der BHP – also die Hundeführersuche – zu absolvieren. Nach aufmunternden Worten von Richterin, Sabine Kuhlhoff, starteten in der Reihenfolge der Auslosung die beiden Zwergrauhaarteckel, Bubi und Emil, ihre Frauchen zu suchen und zu finden. Die letzte im Bunde war die schwarz-rote Kurzhaarhündin Quila – sie suchte – ebenso wie die beiden Rauhaarmänner – zielstrebig und erfolgreich – ihren „Papa“. ;o)) Wie schon die Hundeführersuche, so klappte auch das Abliegen vor einem Gebäude ohne Sichtkontakt ohne Problem. Alle drei Teckel absolvierten die BHP II erfolgreich.

 

Nun ging es ans Eingemachte – der Gehorsamsteil also die BHP I – stand auf dem Programm. An diesem Prüfungsteil nahmen insgesamt acht Teckel teil. So gesellten sich zu Quila, Bubi und Emil nun auch Willy, Ciki, Frida, Ignatz und Simon.

Hier zeigte sich, dass bei dem ein oder anderen „i-Dötzchen“ die Pferde durchgingen und es das „Frei-bei-Fuß-Laufen“ mit Freiheit auf der Dackelwiese verwechselte… Kann ja schon mal vorkommen. Die Freiheit währte nur kurz, dann ging es wieder konzentriert bei Fuß weiter. Auch das Abliegen war für machen Teckel an diesem Tag so gar nicht nachvollziehbar. Vielleicht lag es am feuchten Gras – wer weiß. Zwei Zwergrauhaarteckel äußerten jedenfalls ihren Unmut bezüglich der schlechten Bedingungen kurz lautstark. Einigen Besitzern standen da schon die Schweißperlen auf der Stirn – vielleicht sollten einige „zweibeinige i-Dötzchen“ vor der Prüfung Baldrian oder ein Eierlikörchen zur Beruhigung zu sich nehmen… ;o))

 

Nachdem der Gehorsamsteil abgeschlossen war, ginge es für die fünf rauhaarigen i-Dötzchen, Emil, Wastl, Fiete, Hummel und Fine, noch an den Margarethenweiher, um der Richterin ihre Wasserfreude zu zeigen. Diesmal waren es zwei Herren der Schöpfung, Emil und Wastl, die ein klitzekleines Bisschen Überredung brauchten, um schlussendlich doch ins kühle Nass zu gehen und ihr Apportel zu holen. Fiete sprang freudig und besonnen ins Wasser und brachte ganz cool seinen Schwimmring zu seiner Besitzerin. Von den beiden Teckeldamen, Hummel und Fine, konnten sich die Teckelmänner eine große Scheibe abschneiden. Diese sausten nicht nur freudig ins Wasser und apportierten ihre Dummy-Ente – nein, Hummel, rettete auch noch Wastls wegschwimmendes Apportierstöckchen! 

 

Zurück auf der Dackelwiese des Trainingsgeländes in Hürth-Fischenich ging es ans Auszählen der Punkte in den Prüfungsfächern. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Alle 12 Gespanne haben die Gebrauchshundeprüfung bestanden. Emil und seine Besitzerin stellten sich sogar allen drei Teilen und wurden mit Bestehen der BHP-G somit Tagessieger. 

 

Mit diesem Gesamtprüfungsergebnis zeigt sich einmal mehr, dass – entgegen der landläufigen Meinung – Teckel seien nicht zu erziehen – dies einfach nicht stimmt. Bestes Beispiel für einen Teckel mit großer Unsicherheit und enormen Eigenleben ist unser aller Willy. Er hat es im dritten Anlauf geschafft und schloss seine BHP I mit 96 Punkten im 1. Preis ab. Alle Klassenkammeraden, das Trainergespann und die Richterin fieberten bei jedem Prüfungsfach mit. Als bei der Siegerehrung feststand, dass Willy es geschafft hatte, war der Jubel bei allen groß. Hier bewahrheitete es sich – mit viel Liebe, Geduld und Konsequenz kann man sehr wohl einen Willy erziehen. :o))

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Sabine Kuhlhoff für ihr faires und einfühlsames Richten und Bewerten. 

 

Herzlichen Glückwunsch an alle „Ex-i-Dötzchen“ – wir hoffen, Euch im nächsten Jahr auf dem „Dackel-Gymnasium“ bei der BHPS wiederzusehen. 

 

Dominique Daniela Herz

August 2023

Graduiertenfeier der Bachelor-Absolventen der Dackeluniversität zu Brühl

Am letzten Tag des Sommersemesters 2023 verlieh die „Dackeluniversität zu Brühl“ ihren ersten elf dackeligen Studenten den akademischen Grad eines „Bachelor-Dackels“.

 

Gino, Max, Ludwig, Franz & Josef, Vinn, Max, Greta & Jasper, Kathi und Babsi absolvierten auf der Dackelwiese in Hürth-Fischenich die Trainingseinheiten mit großartigem Erfolg und jeder Menge Spaß, so dass sie während des Semesters jede Menge „Pfötchenstempel“ in ihrem Dackelakademikerpass „Bronze“ sammeln konnten.

 

Die Bachelor-Urkundenübergabe fand während des Abschlussausflugs in den Hürth-Park statt und wurde nach einem – für die Besucher des Einkaufszentrums – aufsehenerregenden Rundgang der Dackelstudenten zünftig bei Currywurst und Getränken am bekannten Grillwagen gefeiert.

 

Schon jetzt freuen sich die Studenten, ihre akademische Ausbildung fortzusetzen und den Masterstudiengang im nächsten Jahr zu besuchen.

Herzlichen Glückwunsch zum „Bachelor-Dackel“!

 

Dominique Daniela Herz

August 2023

Die Teckelausbildung nimmt wieder ihren Lauf

Seit nun zwei Monaten trainieren sie wieder fleißig – die Teckelschüler und ihre Besitzer. Am Montag, 8. Mai 2023 war es soweit – 13 dackeligen i-Dötzchen starteten in der „Dackelgrundschule“ ihren Begleithundekurs (BHP). Am ersten Schultag gab es, wie üblich für zweibeinigen Schüler, natürlich für jeden von ihnen eine kleine Schultüte mit Leckerli. 

 

Nun begann für sie der „Ernst des Teckellebens“ – jetzt galt es Aufzupassen und langsam aber sicher Leinenführigkeit, Gehorsam und Verhalten gegenüber ihren Artgenossen und Menschen in kleinen Schritten in der ersten Stunde zu lernen bzw. zu zeigen. Hausaufgaben gab es natürlich auch…

 

Ebenfalls an diesem Tag starteten die dackeligen „Abiturienten“ in ihren erschwerten Begleithundekurs (BHPS). Die Teilnehmer hatten im vorigen Jahr erfolgreich ihre BHP bestanden und stellen sich nun den erschwerten Aufgaben auf dem „Dackelgymnasium“. So zeigte sich, dass sich während der langen Pause hier und da ein kleiner Schlendrian eingeschlichen hatte. Spätestens ab der zweiten Stunde waren alle Schüler wieder voll bei der Sache. 

 

Mittlerweile haben sich einige i-Dötzchen und Abiturienten den zweiten und dritten Teilen ihres Kurses gewidmet. So versuchen sich Alma, Ciki, Frieda und Emil mit dem nassen Element anzufreunden und ihr geliebtes Apportel wieder sicher an Land zu bringen. Die Teckeldamen sind dem kühlen Nass nicht ganz so zugetan wie Emil. Ob es vielleicht daran liegt, dass die Frisur oder das Makeup anschließend nicht mehr so sitzt…??? Aber bis zur Prüfung ist es ja noch eine Weile hin. 

Bei der Hundeführersuche zeigen Quila, Emil und Bubi wie schnell sie Herrchen oder Frauchen finden können – teilweise sogar mit Spurlaut. Hier stellt sich die Frage, ob Quila in ihrem Herrchen einen Hasen sieht…???

 

Im BHPS-Kurs tauschen die Teckel ihre Apportel untereinander aus. War bislang Bernd an seinem Gummigockel hochgradig interessiert, sah das bei der Übungssession ganz anders aus. Da stand bei den Damen Dörthe und Wilma der Gockel hoch im Kurs.

 

Auch bei der Suche auf der Fremdspur zeigt sich wie in jedem Jahr, dass unsere Melanie Hüttenmeister niemals verloren gehen kann, weil alle Brühler-Teckel sie immer finden werden.

Unterdessen ist Bergfest und ja, der ein oder andere Teckel in beiden Kursen muss noch seine Hausaufgaben machen und den nötigen Ernst an den Tag legen. Aber das wird schon!

 

Dominique Daniela Herz

Juli 2023

Brühler Teckelgruppe verursacht Menschenauflauf!

So oder so ähnlich ließe sich das Erscheinen unserer „Profigruppe“ im Einkaufszentrum Gießler-Galerie in Brühl am letzten Übungstag umschreiben.

 

Doch von Anfang an:

Wer als Vierbeiner Mitglied der „Profigruppe“ ist, der freut sich zwar sicherlich dienstags auf die Hundewiese. Etwas Abwechslung ist aber auch immer willkommen.

 

So ließen die 2- und 4-Beiner am letzten Übungstag die Wiese einmal Wiese sein und trafen sich stattdessen am Schloss Augustusburg in Brühl. Nach ein paar lockeren Aufwärmübungen im Schlosspark - inklusive Impulskontrolle bzgl. herumstehendem „Lebendfutter“ (Gänse und Schwäne) - wurde es ernst und 2- und 4-Beiner steuerten die Brühler Innenstadt an.

 

Da sich alle 8 Teckel und Babsi vorbildlich benahmen, entschlossen wir uns dazu „noch eine Schüppe drauf zu legen“. Und so kehrten wir mit allen Hunden in das Einkaufszentrum Giesler-Galerie ein – natürlich durch den Haupteingang vorbei an den Gästen des dortigen Eiscafés. Im Einkaufszentrum selbst suchten wir uns ein Plätzchen und legten die Hunde in der Gruppe ab. Schnell waren wir von zahlreichen Schaulustigen umringt, die ganz verwundert waren, „dass Dackel so gut erzogen sein können“. Dieses Vorurteil scheint sich hartnäckig zu halten und sorry Babsi, aber bei Dir als Bearded Collie scheint der Gehorsam vorausgesetzt zu werden…

 

Unvermeidbar war natürlich auch der Spruch „alles für den Dackel, alles für den …“ Ihr wisst schon, was Ich meine.

Nach getaner Öffentlichkeitsarbeit ging es anschließend durch die Innenstadt zurück zum Schloss.

Melanie Hüttenmeister

Mai 2023

Schweißprüfung 2022 im Westerwald

Über die Schweißprüfung im Westerwald gibt es einiges zu erzählen...

 

Nach etwa dreimonatigen Übungen im Fischenicher Wald, sollte bewiesen werden, dass sich die Anstrengungen mit vier Teilnehmern im schweißtreibenden Sommer gelohnt hat. 

Vor einer jagdlichen Prüfung - jeglicher Art - ist laut der Prüfungsordnung die Schussfestigkeit nachzuweisen. Das war allen Teilnehmern bekannt und wurde auch vorher getestet. Oskar (Quentin vom Hof Härter) hatte im Vorfeld einen Wassertest abgelegt, was einer Schussfestigkeitsprüfung gleichkommt. Leni (Lisa vom Lahberg), Vinn (Zeus vom Dienei) und Clara (Clara von der Emswiese) hatten wir auf der Schäferhundewiese getestet und für unbedenklich eingestuft.

Alle vier Hunde sind bereits im jagdlichen Einsatz. Clara hatte bei der BHP wohl zu oft „bei Fuß“ gehört und wollte nichts verkehrt machen, also blieb sie bei Fuß, obwohl sie sich entfernen sollte. Alles Zureden brachte nicht den geforderten Abstand, sie klebte förmlich an Frauchens Seite, selbst der Wechsel der Person, brachte nicht den erhofften Erfolg. Sie wollte sich nicht entfernen. Folglich konnte die Schussfestigkeit nicht bestätigt werden und ein Start zur Schweißprüfung nicht erfolgen.

 

Als erster Hund wurde Leni zum Anschuss gebracht. Sie fand das im Gegensatz zu den Übungsfährten richtig Klasse, so dass sie sich überhastet ans Werk machte. Nach ca. 50 Metern bekam sie eine offensichtlich frische Verleitung in die Nase und war nicht mehr gewillt, der Schweißspur zu folgen. Die drei Richter versuchten alles was die Prüfungsordnung erlaubt, aber es klappte nicht. Leni hatte nur die Verleitung im Kopf. Das war nun schon der zweite Rückschlag in unseren Bemühungen, einen auf den Übungsfährten sicheren Hund das Leistungszeichen SchwhK zu vergeben.

 

Als 3. Hund kam nun Vinn zum Einsatz. Auch er hatte am Anfang ziemliche Schwierigkeiten, steigerte sich aber in der Sicherheit auf der Länge der Fährte und konnte mit einigen Hilfen der Richter zum Stück finden und im 3. Preis mit 50 Punkten das Leistungszeichen erringen. Die Freude war groß und die Führerin sichtlich erleichtert.

 

Als 4. Kandidat war nun Oskar unser „Roadrunner“ bereit. Wer Oskar nicht kennt, dem sei gesagt, er ist recht groß und eine starke Ausführung von einem schwarz-rotem Kurzhaar, dementsprechend auch temperamentvoll und sehr kräftig. Sein Verhalten, bevor er auf die Fährte ging, machte die Richter schon sehr stutzig; er war unheimlich aufgeregt und wollte unbedingt loslegen, was er dann auch zeigte. In einem enormen Tempo nahm er die Fährte an und ging sicher und zielstrebig der Spur nach. Er fand das erste Wundbett, das zweite Wundbett und wie sollte es auch anders sein auch eine Verleitung, der er natürlich im gleichen Tempo folgte. Er wurde von den Richtern zurückgerufen, um sich erst einmal zu beruhigen. Nach einer kurzen Pause nahm er die Spur wieder auf und kam zügig zum Stück. Ein ganz großer Stein fiel uns allen vom Herzen, denn auf Grund seiner Schnelligkeit war er ein Kandidat, der uns alle positiv überraschte. Mit 92 Punkten bekam er den 1. Preis und damit Tagessieger im Westerwald.

 

An den Tagen vor der Prüfung hatte es zwei Tage durchgeregnet; das war die Erklärung für die Schwierigkeiten die alle Hunde hatten.

Eine Schweißprüfung, wie sie nicht alle Tage vorkommt, ging mit einem gemütlichen Schüsseltreiben zu Ende.

 

Ich bedanke mich bei den Hundeführern, den Richtern, den Helfern und den Jagdpächtern für die Bereitstellung des Reviers. Vor allen Dingen bedanke ich mich bei Petra Meyer für die tatkräftige Unterstützung, nicht nur beim Stecken und Tupfen der Fährten, sondern auch bei der Durchführung der gesamten Prüfung.

 

Ich gehe davon aus, dass die Hunde, die jetzt nicht das Ziel erreicht haben, weiter an sich arbeiten und später auch das Leistungszeichen SchwhK erlangen werden.

 

Waidmannsheil Horst Schramm

September 2022